TRAVEL | Singapur mit Kleinkind | Reisebericht | Cityguide Singapur

Unsere Freunde gingen Anfang 2017 für 3 Jahre nach Singapur. Im November 2017 haben wir sie dort besucht. Eine ganz wundervolle Reise, die sich in jeder Hinsicht gelohnt hat! Wie die lange Anreise mit Kleinkind war, könnt ihr in diesem Blogartikel lesen. Dort findet ihr außerdem brauchbare Tipps und eine Checkliste zum downloaden.

 

Singapur ist ein kleiner (6,5 Millionen Einwohner) Insel- und Stadtstaat südlich vor Malaysia mit tropischem Klima und einer multikulturellen Bevölkerung. Das Land zählt mit seinen internationalen Handelsbeziehungen zu den erfolgreichsten Ländern der Welt  und ist ein globales Finanzzentrum. Ich bin immer noch schwer beeindruckt von der Vielseitigkeit, Schönheit, dem tropischen Klima, dem fantastischen Essen, den vielen Aktivitäten, die angeboten werden und den verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen- die im Übrigen äußerst friedlich miteinander Leben!

 

Singapur ist ein perfektes Urlaubsziel für Familien mit und ohne Kinder. Es ist alles super einfach in maximal einer halben Stunde zu erreichen und das Land und die Leute sind so kinderfreundlich und offen, wie man es selten erlebt hat. Die Freizeitangebote sind überragend und man hat von Entspannung über Action und Natur pur bis zur pulsierenden Stadt einfach alles auf einmal. Ich denke es ist genau dieser Mix, der Singapur so interessant macht.

 

Mein Fazit dieser Reise: wer dieses Land nicht besucht, ist selber Schuld!


Orchard Road - Shopping vom Feinsten

Für viele gehört SHOPPING zu den Haupt-Unternehmungen im Urlaub. Oder zumindest an einem Tag in jedem Urlaub gehen die meisten auf Shopping Tour. Der ideale Ort dafür ist sicher die Orchard Road - das ist die Einkaufsmeile schlechthin in Singapur. Kilometerweit reihen sich Einkaufszentren, Kaufhäuser, Hotels und Restaurants aneinander. Viele Läden sind natürlich - entsprechend der Einkommensverhältnisse dort - hochpreisig. Ich weiß nicht, wie viele Louis Vuitton, Chanel, Dior und Gucci Läden ich gesehen habe! In jedem dieser Läden gab es natürlich die selbe aktuell Kollektion und in fast jedem Geschäft war auch was los.

 

Natürlich gibt es auch all die anderen bekannten Labels, bei denen man nicht sein Monatsgehalt für eine Handtasche ausgeben muss, dennoch haben wir uns diesmal beim Shopping eher zurückgehalten. Als Ur-Schwabe hat man dann doch ein wenig Hemmungen, die Kreditkarte für ein 100 Dollar T-Shirt zu zücken. Oder anders gesagt: Shopping war in diesem tollen Urlaub für uns eher Nebensache. Wir waren viel mehr gespannt auf die Kultur und die Leute, die Parks und all die schönen Dinge, die man dort sehen und erleben kann...

 

Wir waren hier Ende November, also gerade zum Start in die Vorweihnachtszeit  - und dieses winterliche Gefühl hat man selbst hier bei 30 Grad im Schatten! :D Etwas merkwürdig ist es ja schon, mit Flipflops vor einem riesigen Weihnachtsbaum zu stehen, der mit bunten Kugeln und Schneeflocken (!!) dekoriert ist und aus den vor den Kaufhäusern aufgebauten Lautsprechern erklingen Titel wie "Winterwonderland" und "Jingle Bells". Besonders entzückend fand ich den kleinen Weihnachtsmarkt, der mit den kleinen mit Kunstschnee bedeckten Holzbuden stark an Deutschland erinnerte. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass hier sehr viel Wert auf eine bunte Mischung aller Kulturen gelegt wird. So fühlen sich auch Fremde heimisch und wohl! Dieser Gedanke gefällt mir sehr...

 

Was ich sehr lustig fand: in Singapur ist es ja nie kalt! In den Geschäften hing aber dieselbe Kollektion wie in Deutschland - also Strumpfhosen, Daunenjacken und Mützen! Ist es hier Gang und Gäbe zum Schifahren nach Japan zu fliegen oder gibt es so viele Touristen, die sich für das kalte Wetter im Heimatland eindecken? Man weiß es nicht... :D Trotzdem sehr sympathisch!

 


Arab Street - Junge Designer in orientalischem Flair

Wer auf junge Designer, Künstler und Popup Stores steht muss unbedingt in der Arab Street vorbeischauen. Hier findet man ganz andere Dinge als die Massenware der Orchard Road. Besonders haben es mir die kleinen individuellen Shops in der Arab Street angetan - auch die Preise liegen hier im ganz humanen Bereich. Von Vasen und Dekoartikeln, Handtaschen, Klamotten über selbstgemachte Eiscreme findet man hier so manches besonderes Stück, bei dem man zu Hause stolz erzählen kann "Das hab ich mir in einem angesagtem Designer Viertel in Singapur gekauft." :D

 

Die Straßen um die Arab Street herum kann man ebenfalls gut zu Fuß erkunden. Hier sieht man deutlich, dass die arabischen Händler hier schon lange ihre Geschäfte machen. Beim durch die Straßen schlendern sieht man zig Stoffgeschäfte mit einer Farbenvielfalt, die man so noch nicht gesehen hat, Teppichhändler, Korbmacher, Lederhändler aber auch typisch arabische Restaurants und Shisha-Bars. Mittelpunkt des arabischen Viertels ist die Sultan Moschee, die man schon von weitem wegen der strahlend goldenen Kuppel sehen kann.

 

 


Singapore Zoo

Weiße Tiger, Giraffen zum Anfassen, Nashörner, die Fange spielen, Pandabären, ein Krokodil, dass sichtlich seinen Spaß mit uns hatte, eine Robbenshow mit einem sehr talentierten Show Star, lustige Affen, eine River Safari - wirklich einer der schönsten Zoos, die ich je gesehen habe! 

 

Am Abend kann man auch eine Night Safari machen! Das haben wir uns aber mit unserem Mini noch nicht getraut - ist schon gruselig genug im Dunkeln, dann noch mit "wilden" Tieren... Das war uns einfach zu heikel. :D

Steht aber für nächstes Mal auf jeden Fall auf der Liste!

 

 


Gardens by the bay - leuchtende Super trees in einer grünen Oase

Der 101 Hektar große Park mit seiner allabendlichen Lichtshow ist ein Musst-see in Singapur! Diese wundervolle Parklandschaft wurde als Naherholungsgebiet für die Besucher und Einwohner Singapurs am Marina Reservoir entlang des Meeres angelegt. Bei der mit Musik unterlegten Show leuchten nicht nur Kinderaugen!

 

Im Bay South Garden befinden sich zwei gläserne Biotope, in denen man Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen bewundern kann.

 

 


Marina bay sands - ein unglaublicher Ausblick!

Was mich ungefähr jeder Zweite gefragt hat, als wir wieder zu Hause waren: "Warst du auf dem Marina Bay Sands?" - JA! Und der Blick herunter auf die Stadt war einfach atemberaubend und unfassbar schön! Ich habe wirklich jeden Tropfen meines 26 Dollar Biers ausgekostet und bin trotz dass ich in der coolsten Rooftop-Bar der Welt nebenher Pixie Bücher über Bagger vorgelesen habe, aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen!

 

Den unglaublichen und berühmten 146 Meter langen Infinite Pool durften wir als Bargäste zwar nicht benutzen (der ist nur für Hotelgäste), von der Bar aus hat man aber einen guten Blick auf den Pool und kann ihn so auch ein wenig mit genießen.

 

Kleiner Tipp: Für einen Bar Besuch lieber ein bisschen schicker anziehen. Dort oben trifft sich die Oberschicht auf einen After-Work-Champagner - da fühlt man sich schnell underdressed! ;-)


Sentosa - eine Insel zum Erholen und Entdecken

Die Insel Sentosa ist 5 Quadratkilometer groß und wurde früher als britischer Militärstützpunkt genutzt. Heute bietet sie mit ihren Freizeit- und Erholungsangeboten einen Ort der Erholung für gestresste Bänker und deren Familien, die hier voll auf ihre Kosten kommen.

 

Früher wurde die Insel übersetzt "Insel des Todes" genannt, da dies aber für Touristen und Einwohner, die sich erholen möchten, wenig attraktiv klingt, wurde 1972 im Rahmen eines Wettbewerbs der Name "Sentosa", was so viel wie "Ruhe" und "Frieden" bedeutet, vergeben.

 

Zur Insel kommt man entweder mit dem PKW (über eine Brücke), mit der Seilbahn (ebenfalls eine Attraktion), mit dem Bus oder mit dem "Sentosa Express" - einer Einschienenbahn.

 

Wir haben diesen Tag genutzt, um uns etwas auszuruhen und die Kinder am Strand buddeln zu lassen. Urlaubsfeeling pur! Aber auch wer etwas mehr Action braucht, kommt hier voll auf seine Kosten: ob beim Besuch des Fort Siloso, dem Tiger Sky Tower, des Butterfly Parks oder beim "bewandern" des Nature Walk - Dragon Trails oder beim Besuch der Underwater World - man kann hier einfach so viel erleben! Diese ganzen Sehenswürdigkeiten stehen bei uns für unseren nächsten Besuch auf der Liste -  ich bin schon sehr gespannt.

 

Auf Sentosa steht mit seinen 37 Metern auch der größte Merlion - das Wahrzeichen Singapurs. "Merlion" - eine Kombination aus Meerjungfrau und Löwe! Mit dem Aufzug kann man bis zur Aussichtsplattform auf dem Kopf der Statue fahren. Hinter der Statue befindet sich der Merlion Walk - ein bunter Weg zum Siloso Beach.

 


China Town - Asien Pur!

Hier hat es mir so gut gefallen! Diese kleinen Geschäfte mit ihren unglaublichen Waren! Die Menschen waren so freundlich (wie eigentlich überall in Singapur) und es gab so viele ungewohnte Dinge zu sehen! Zum Beispiel gelten ja in China getrocknete Schwalbennester als Delikatesse... Und auch die Apotheken bieten so viele Dinge der traditionellen chinesischen Medizin an, dass man sich fast wie in einem Zauberladen aus Harry Potter fühlt. :-)

 

Natürlich dürfen auch zahlreiche Läden mit Souvenirs und Schnick-schnack aus Plastik nicht fehlen, aber genau diese Mischung aus traditionellen Läden und Essensständen, Handyhüllen und Mitbringseln verleiht diesem Stadtteil seinen Charme. Und trotz der Geschäftigkeit, die hier herrscht, ist alles sehr sauber, übersichtlich und überhaupt nicht hektisch.


Little India - eine bunte Welt

Bunter Blumenschmuck, Menschen mit Kleidung in den schönsten Farben, Tempel mit vielen Figuren, indische Musik, der Duft von Gewürzen - das ist Little India. Am besten lässt man sich einfach entlang der Serangoon Road zu Fuß durch diese farbenfrohe Welt treiben. Hier ist deutlich weniger los, als im arabischen oder chinesischen Viertel, trotzdem wimmelt es hier nur so von Eindrücken.

 

Stände, die einfach so in einer Hofeinfahrt aufgebaut wurden, bieten Schmuck, Seide, Stoffe, Leder und Blumenschmuck an. Daneben Hochhäuser, Einkaufszentren und Restaurants.

 

Leider hatten wir nicht so viel Zeit hier, das nächste Mal werden wir uns alles ein bisschen genauer ansehen!

 


Hawker Centers und Food Courts

In den vielen Food Courts, auch Hawker Center genannt, haben sich viele kleine ehemalige Straßenstände zusammengefunden - auf meist mehreren Stockwerken findet man hunderte landestypische Essensstände - praktischerweise alles überdacht. Hier findet man komplette Gerichte für umgerechnet 2-3 €. Einfach der Wahnsinn!

 

Meine größte Sorge war, dass die traditionelle Küche einem von uns auf den Magen schlägt. Aber hier ist alles streng kontrolliert, supersauber und einfach mega lecker! Sogar die Kinder haben gut mitgegessen - aber das ist dank der riesigen Auswahl an leckerem Essen auch kein Wunder!

 

Hunderte Tische stehen für alle zur freien Verfügung. "Reservieren" kann man einfach, indem man eine Packung Taschentücher auf einen der Plätze legt. Eine super Idee, wie ich finde!

 

Einer der Stände hat sogar einen Michelin Stern bekommen! Leider war die Schlange hier so lang, dass wir keine Geduld hatten, uns anzustellen. Die Menschen, die einem das Essen verkaufen sind so unglaublich nett zu uns gewesen! Und nicht dieses oberflächliche "I love Germany"-Geplänkel - wir hatten richtig nette Unterhaltungen in den paar Minuten, in denen wir auf unser Essen warteten. Dieses Land ist einfach unglaublich!

 


Botanic Gardens

Die botanischen Gärten in Singapur zählen - zurecht - mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe. Er ist einer der wichtigsten botanischen Gärten Asiens. Und er ist wirklich wunderschön!

 

Der Eintritt ist kostenlos und bietet so viel zu sehen - und vor allem Kinder können hier herumtoben, Blumen und Pflanzen bestaunen, Enten und Fische im Teich beobachten, dem Lernpfad folgen und auf dem Spielplatz spielen.

Sonntags gibt es sogar kostenlose Konzerte bei denen man einfach seine Picknickdecke ausbreitet!

 

Als wir in Singapur waren, gab es sogar eine Kinder-Aktion im Park mit verschiedenen Spielsachen, Animation, Kinderschminken und allem, was das Kinderherz begehrt. Ich finde das Freizeitangebot in Singapur ist einfach einmalig!


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